Kürzer treten

In den letzten Wochen bin ich ins Grübeln gekommen, bedingt durch verschiedene Ereignisse in meiner Umgebung.

Ins Grübeln über Kostbarkeit und Flüchtigkeit des Hier uns Jetzt. Über Kindheit. Und über Prioritäten.

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres habe ich sehr viel gearbeitet: für meine Kurse, für meine Märkte, an Wunschpuppen und an zwei, drei weiteren Projekten.

Für mich als Puppenmacherin war das sehr erfüllend. Für mich als Mutter jedoch sehr Kräfte zehrend. Unterm Strich ZU Kräfte zehrend: meine vier Kinder sind ja noch recht klein – mein Jüngster ist drei – und mein Mann und ich ziehen unsere Kinder hier in Berlin ganz ohne familiäres Netzwerk groß. 

So sind meine Grübeleien schließlich in dem Entschluss gemündet, bis auf weiteres kürzer zu treten mit meiner Puppenmacherei. Konkret bedeutet dieses, dass geplante Kurse stattfinden, ich jedoch keine Bestellungen mehr annehme. 

Ich danke Euch für Euer Verständnis!

 

Kleine Kreativ-Pause

Bei PUPPA BERLIN ist gerade so viel los, da bleibt keine Zeit für unser virtuelles Fenster – so machen wir hier eine kleine Kreativ-Pause! 

Kleine Erinnerung: Morgen, 23. April 2017, ist Markt im Schloss Charlottenburg – 10% Rabatt auf alle Kursgebühren!

Wegen meiner üblen Verletzung an der rechten Hand letzte Woche war ich ja zwischendurch etwas skeptisch, ob ich alles hinbekomme: doch es sieht gut aus und morgen Früh machen meine Puppenkinder und ich uns auf den Weg ins Schloss Charlottenburg! Der Markt hat von 11 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

An dieser Stelle noch einmal eine kleine Erinnerung daran, dass Ihr morgen auf dem Markt nicht nur Puppenkinder und Erstlingpüppchen kaufen könnt, sondern auch einen Platz in einem meiner eintätgigen Puppenkurse im Winskiez reservieren könnt: Nur morgen auf dem Markt gibt es einen Discount von 10% auf die Kursgebühr! Das heißt, für ein etwa 35 cm großes Puppenkind beträgt die Gebühr dann 121,- Euro (statt 135;- Euro), für ein etwa 45 cm großes Puppenkind beläuft sich die Gebühr auf 140,- Euro (statt 155,- Euro)! Reservierungen sind dann verbindlich, wenn 50% der Kursgebühr bei mir eingegangen sind (EC-Zahlung ist an meinem Stand möglich).

Termine 2017, an denen derzeit noch vereinzelte Plätze frei sind, sind die Folgenden (immer sonntags von 10 bis 18 Uhr):

14. Mai, 18. Juni, 02. Juli, 24. September, 15. Oktober, 05. November und 26. November.

Weitere Details zum Ablauf meiner Kurse und dazu, was mein DIY-Puppen-Kit alles beinhaltet, findet Ihr hier.

Von Märkten und Kursen

Lebhaft geht es zu bei PUPPA BERLIN in diesen Tagen! Und ich freue mich wie eine Schneekönigin darüber!

Nach meinem Markt in Potsdam habe ich jetzt noch vier weiteren Märkten für 2017 zugesagt, und anderem hier und hier. Nächster Markt wird jener im Schloss Charlottenburg werden, am 23. April. Aufregend! So ein schönes Ambiente… In diesen Tagen nähe ich also wieder verstärkt Marktpuppen – und das mit ganzem Herzen!

Meine Marktpuppen unterscheiden sich nur insofern von meinen anderen Puppenkindern, als dass ihre Kleidung einfacher ist: meist tragen sie eine gemütliche Leggins und ein weiches Nickikleidchen.

Durch diese weniger detail-verliebte Kleidung kann ich sie ganz einfach auch günstiger verkaufen als jene Wunschpuppen, die ich aufwendig einhäkele. Wenn Euch aufwendige Kleidung also nicht sooooo wichtig ist (vielleicht, weil Ihr eine Puppe für ein kleineres Kind sucht), dann kommt am 23. April ins Schloss Charlottenburg – es lohnt sich!

Außerdem biete ich auch wieder Erstlingspüppchen an.

Ein Besuch des Marktes wird sich übrigens auch deswegen lohnen, weil Ihr dort an diesem Tag einen Platz in einem meiner Kurse 2017 buchen könnt und dann 10% Discount auf die Kursgebühr bekommen werdet! Ja, genau, richtig gelesen! Damit möchte ich Euch an meinen Stand locken… 

Vielleicht sehen wir uns ja im Schloss – ich würde mich sehr freuen!

Zuletzt zeige ich Euch noch ein paar (okay, ein paar viele…) Eindrücke von meinem Kurs Anfang April. Es war wieder soooooo schön! Einfach ein schöner, kreativer Tag mit wunderbaren Teilnehmerinnen!

In allen meinen Kursen hat jede Teilnehmerin ihre ganz eigenen Gründe zur Teilnahme: manche Frauen nähen für ihre (Enkel-/ Paten-) Kinder eine Puppe, doch viele kommen auch, um sich selbst einen (Kindheits-) Traum zu erfüllen und nähen für sich selbst ein Puppenkind. Oder sie kommen zum zweiten oder dritten Male in meinen Kurs – ganz einfach deswegen, weil unsere Puppentage so schön sind. Darüber freue ich mich sehr! (Die Frau in der hellen Bluse ist übrigens bei jedem Kurs dabei, denn die bin ich)

Foto: Mirjam Nietz

Foto: Mirjam Nietz

Foto: Mirjam Nietz

Foto: Mirjam Nietz

Foto: Mirjam Nietz

Foto: Mirjam Nietz

Foto: Mirjam Nietz

Foto: Mirjam Nietz

Foto: Ela Jochum

Foto: Mirjam Nietz

Foto: Mirjam Nietz

Foto: Mirjam Nietz

Foto: Mirjam Nietz

Foto: Mirjam Nietz

Foto: Mirjam Nietz

Wenn Ihr auch Lust habt auf einen Puppentag, dann meldet Euch einfach online an – ich habe noch ein paar zusätzliche Kurstermine eingerichtet. Oder Ihr kommt am 23. April ins Schloss Charlottenburg und erfreut Euch dann an meinen 10% Discount auf die Kursgebühr…

„Einszweidrei, im Sauseschritt, läuft die Zeit, wir laufen mit“

Nein, die obige Weisheit entspringt nicht meiner Feder, sondern der von Wilhelm Busch. Er schrieb die Worte vor 140 Jahren und sie beschreiben auch heute noch ziemlich genau, das, was ich täglich fühle…

Ja, es ist schon wieder ein Monat vorbeigesaust, ohne dass hier anständig gebloggt worden wäre – und das, obwohl (oder eher: gerade weil) es doch so viel zu erzählen gäbe: Von meinen Puppenkursen. Von Marktvorbereitungen. Von neuen Schnittmustern, die ich ausgetüftelt habe. Von kleinen Puppen, die ich genäht habe. Und von großen. Und, und, und… Wollte ich das alles erzählen, dann würde ich mich wohl wieder in der Zeit und ihrem Sauseschritt verheddern…

Daher: Bilder sagen bekanntlich mehr als 1000 Worte und deswegen lasse ich jetzt einfach ein paar Bilder meine letzten Wochen beschreiben, viel Vergnügen beim Ansehen!

Wir haben – wieder einmal – umgeräumt und endlich hat mein kleinstes Kind auch sein eigenes Zimmer, naja, Zimmerchen:

Häkeln geht IMMER!

Nachmittags am Liebsten nur meditatives Häkeln, wie etwa ein Granny-Tuch nach dieser guten Anleitung.

Die Tücher gehen ziemlich schnell von der Hand und sind ganz entspannte Projekte: Vier Stück habe ich in den letzten Wochen gehäkelt.

Juhu, die neue Oberschale ist angekommen, ein Puppa-Frühlingsgruß.

Und dann habe ich rumgetüfftelt und rumprobiert und schließlich ist ein Schnitt für diese kleinen Schmuserchen entstanden:

 

Zwischendurch gab es mal Kaffee, Torte und stricken, bei Barcomis, mit dieser wunderbaren Bloggerin und ihrer wunderbaren Schwester, die mich geduldig immer weiter in die Geheimnisse des Strickens einweihen…

Und einen Geburtstag hatten wir zu feiern. Mein Sohn wünschte sich von mir ein schlafendes Träumerle, mit Spieluhr im Bauch:

Ich finde, es sieht ihm fast ein bisschen ähnlich…

 

Torte gab es auch…

Das Centerpiece hat schließlich der Jüngste ergattert:

Und dann ging es wieder ans Puppen nähen:

Einige der Puppen habe ich am letzten Sonntag auf dem Markt in Potsdam verkauft – das war sehr spannend! Überhaupt war der Markt sehr schön: ich habe viel gelernt, viiiiiiele Puppengespräche geführt und viele schöne Begegnungen gehabt (z.B. mit Johanna, deren Arbeiten einfach nur unglaublich schön sind!). Nur Fotos habe ich (wieder einmal) viel zu wenige gemacht… Das folgende Foto zeigt Nina, sie war mein heimlicher Liebling unter meinen Marktpuppen:

Ich freue mich schon auf den kommenden Markt in Berlin am 23. April – kommt vorbei, wenn Ihr in der Gegend seid! Bis dahin werde ich noch viele schöne Puppenkinder nähen…

dav

 

 

Krankenlager und Kaiserschmarrn

Drei von sechs sind in meiner Familie krank zur Zeit. Besonders nervt es, dass ich eine von diesen Dreien bin… Naja, und wenn man es ganz genau nimmt, dann sind sogar vier krank: Auch Puppa ist dieser Tage zu nix zu gebrauchen. Sie liegt erkältet im Bett, ist etwas maulig und verlangt in regelmäßigen Abständen nach heißem Tee und frisch zubereiteten Speisen aller Art. Das hat sie sich vermutlich bei meinen kranken Kindern abgeschaut…

Wenn ich krank bin, dann kann ich keine Puppen nähen.

Deshalb sind auch diese frisch gestrichenen Stühle leider, anders als geplant, noch nicht besetzt, sondern stehen etwas verlassen und vorwurfsvoll hier in der Gegend herum.

Nur die kleine Eleni ist letzten Freitag noch fertig geworden:

Und wenn meine Kinder krank sind, dann kann ich natürlich erst recht keine Puppen nähen.

Mittlerweile habe ich es mir angewöhnt, die Krankentage meiner Kinder positiv anzunehmen und sie als Möglichkeit zu betrachten, in einer großen Familie einmal exklusiv etwas Zeit in kleiner Runde miteinander zu verbringen. Spiele spielen:

Hörbücher hören:

Lieblingsessen zubereiten (falls nicht erkennbar: Ja, das ist Kaiserschmarrn, zumindest nach unserer Berliner Definition…):

Da ich also einerseits gerade nicht zum Puppen nähe komme, aber andererseits ohne Handarbeiten nicht über den Tag komme, musste ich mir in den letzten Tagen des Krankenlagers anders helfen und habe auf meine anderen Leidenschaften, Häkeln und Upcycling, zurückgegriffen.

Nichts näht sich so schnell wie Kleinkindhosen, vor allem dann nicht, wenn sie aus alten Jeans vom Papa genäht werden:

Und noch eine kleine Jeans – übrigens sind es die ersten Jeans meines Jüngsten, er ist schrecklich stolz!

Zu den Jeans habe ich einen Pullunder für meinen Kleinsten angefangen, die Farben hat er selbst ausgesucht:

Da ich so gern mal einen neuen Stich ausprobieren wollte, habe ich diese Noppen eingehäkelt. Wie der Noppenstich geht, wird hier sehr schön erklärt.

Eigentlich ganz schön, diese Krankentage…

Weitere kreative Werkeleien findet Ihr auch hier:

Creadienstag, Dienstagsdinge, Handmade on Tuesday

Wochenrückblick: Farbspiele

Der Januar ist vorbei gerannt und ich habe es fast nicht bemerkt!

Gestern Vormittag schien hier in Berlin endlich einmal wieder die Sonne, das war auch bitte nötig: so viel Kälte, Grau und Schneematsch da draußen! Dunkelheit und Tristesse der Jahreszeit wirken sich auch auf meine Arbeit aus und zwar insofern, als dass ich nicht genug bekommen kann von warmen und leuchtenden Farben, Mustern und Kombinationen.

Viele kleine Tuchfreunde sind in der letzten Woche hier fertig geworden – und es hat mir so viel Spaß gemacht, sie anzufertigen!

 

Auch ansonsten habe ich viel mit Farbe hantiert: wie Ihr wisst, habe ich ja eine große Schwäche für Vintage-Puppenmöbel. Und in den letzten Tagen haben viele dieser ursprünglich dunklen Möbelchen einen neuen, hellen Anstrich bekommen.

Versucht zu streichen habe ich am letzten Wochenende auch im Inneren unseres Caravans, den wir letzten Oktober gekauft haben (und mit dem wir hoffentlich in den Ferien der nächsten Jahre mit unseren Kindern quer durch Europa reisen). Dort befinden sich ungezählte Einbauschränke aus dunklem Holz: am Sonntag wollte ich dann endlich den letzten Anstrich mit meiner Kreidfarbe im Farbton Vintage Green auf die Schränke im Esszimmer auftragen:

Die Farbe ist wirklich schön – aber auch ich musste dann einsehen, dass es nicht möglich ist, tiefgefrorene Holzschränke anzustreichen… Aber, immerhin, wir hatten heißen Tee und Bouillon dabei und der eine oder andere von uns auch noch ein gutes Buch.

Wenn ich auch nicht streichen konnte, so haben wir wenigstens ein kleines Caravan-Picknick gemacht, das war sehr schön.

Auch beim Häkeln habe ich mit Farbe nicht gegeizt: Leider hatte ich diese Woche zu wenig Zeit für meine (schon jetzt) heiß geliebte Caravan-Decke aus Garnresten …

… denn ich musste unbedingt an diesem Geburtstagsgeschenk arbeiten (Bunnykissen nach dieser Anleitung):

Ach ja, und stricken habe ich diese Woche gelernt – aber meinen häkel-gewohnten Händen fällt das Stricken doch eher noch schwer…

(Foto: Mirjam Nietz)

Beigebracht haben es mir Mirjam und eine ihrer beiden bezaubernden Schwestern, während wir in diesem herrlichen Café saßen. Ihr Lieben, ich freue mich schon jetzt auf’s nächste Mal – natürlich wieder mit farbenprächtigen Garnen!

Und nächste Woche kümmere ich mich dann darum, dass diese kleinen Herzchen hier warm und farbenprächtig eingekleidet werden…

Schönes Wochenende!

 

**Auf den Markt mit PUPPA BERLIN!**

Ich schätze meine Arbeit als Puppenmacherin sehr: Ich liebe es, die feinen Gesichter aufzusticken, kleine Persönlichkeiten entstehen zu lassen. 

Stoffe (ausschließlich GOTS-zertifiziert) für die passende Kleidung zu betasten, auszuwählen, zu kombinieren.

Gerade auch die Stille und Abgeschiedenheit des Fertigungsprozesses hier in meiner kleinen Puppenmacherei liegen mir sehr. (Dieses wird sicher auch dadurch begünstigt, dass mein Alltag mit vier Kindern ansonsten sehr laut und trubelig und energiegeladen ist…).

Mindestens so sehr wie die Stille schätze ich aber auch meine dazu in Kontrast stehenden, quirligen Kurstage: die Geselligkeit und das gemeinsame Tun geben mir und meiner Puppenmacherinnen-Seele sehr viel.

Seit ich mit der Einführung meiner Website von PUPPA BERLIN im letzten Februar meine Babypause offiziell beendet habe und wieder ganz in die Puppenmacherei eingestiegen bin, habe ich noch einen neuen Gedanken im Kopf: Ich möchte (wieder) einmal rausgehen mit meinen Puppen. Heraus aus der Abgeschiedenheit und Stille meiner Werkstatt.

Hinein ins Leben. Hinein in Gespräche über Puppen – denn: Ich liebe Gespräche über Puppen. Ich werde nicht müde für die Einzigartigkeit und Wichtigkeit der Puppe als Kinderspielzeug, aber auch als Seelentröster, Handschmeichler und Gefährten für das „innere Kind“ von uns „Erwachsenen“, zu werben.

Ich fachsimple wahnsinnig gern über die Puppenherstellung. 

Und am allerliebsten lausche ich alten und neuen Geschichten und Erinnerungen rund um die Puppe.

Und aus all‘ diesen Gedanken heraus habe ich mir überlegt, mit PUPPA BERLIN in diesem Jahr an zwei Frühlingsmärkten teilzunehmen: einmal in Potsdam, einmal hier in Berlin.

Für mich persönlich ist das ein ziemlich mutiger Schritt, denn er beinhaltet für mich auch eine Art Traumabewältigung (naja, gut, Trauma ist hier vielleicht etwas zu dick aufgetragen – aber für mich war es seinerzeit tatsächlich ein Erlebnis, auf dem ich seeeeeeeehr lang herum gekaut habe):

Einmal, etwa 2008, habe ich mich voller Enthusiasmus mit meinen Puppen für einen Kunsthandwerkermarkt in Münster angemeldet.

Gefühlt habe ich Tag und Nacht genäht (Damals hatte ich erst zwei Kinder, doch die waren noch richtig klein), es war eine große organisatorische Herausforderung für mich.

Vorfreudig fuhr ich dann an dem großen Tag, zusammen mit meinem Mann und das Auto voll geladen mit Puppenkindern, nach Münster.

Und dann? Nun, verkauft habe ich an diesem Tag – fast – nichts! Es war schrecklich: Der Markt fand in der Fussgängerzone von Münster statt: Hunderte von Passanten kamen vorbei, ungefähr jeder von ihnen lächelte meine Puppen an, nahm sie hoch, beschaute sie. Nur, um sie dann ebenso schnell wieder abzusetzen, wenn sie die Preise hörten…

Am Stand neben mir verkaufte eine Dame Plastikblumen, arrangiert in Reagenzgläsern (!): Sie konnte gar nicht so schnell ihr Wechselgeld zählen und rausgeben wie ihr die Scharen von Kunden die bunten Kunststoff-Stengel aus den Händen rissen. Es war ein – Desaster für mich: Quälend langsam verstrichen die Stunden, ich fühlte mich schrecklich. Unwillkommenes Mitleid der anderen Marktteilnehmer schwappte zu mir herüber und raubten mir damit auch noch das letzte Fitzelchen meiner (nicht vorhandenen) Marktfrauen-Ehre…

Irgendwann, kurz vor Ende des Marktes, kam die Veranstalterin desselben zu mir an den Stand.

Sie war es, die schließlich an diesem Tag meine einzige Kundin werden sollte: Ich weiß es noch genau, behutsam und freudig wählte sie ein grün gekleidetes Puppenmädchen für ihr Patentkind Maja aus.

Und sie hat mich dadurch und durch ihre Worte gerettet: Sie meinte damals, eigentlich sei sie, nach all‘ den Jahren, dieser ganzen Kunsthandwerker-Dinge recht müde geworden und ich solle es als ein großes Kompliment betrachten, dass sie nun eine Puppe bei mir kaufe. Außerdem erinnerten meine Puppen sie an jene von Anne Kohlschmidt – ein solcher Vergleich kommt in meinem Berufszweig in etwa einem Ritterschlag gleich… (Gut, ob dieser Vergleich in diesen frühen Jahren meiner Puppenmacherei schon gerechtfertigt war sei einmal dahin gestellt – aber, immerhin: er war meine Rettung!) Es war ein scheußlicher Tag, aber Dank der Veranstalterin erhielt ich am Ende des Tages ein wenig meiner Puppenmacherinnen-Würde!

Lange Rede, kurzer Sinn: Nie wieder habe ich seither an einem Markt teilgenommen!

Mittlerweile habe ich aber natürlich auch verstanden, dass niemand mal ebenso im Vorbeigehen eine hochpreisige, da von Hand genähte, Puppe kauft. Damals wusste ich das nicht und mein Sortiment bestand aus nichts anderem als aus zeitaufwendig genähten Puppenkindern…

Doch jetzt, fast zehn Jahre nach meiner persönlichen Münster-Niederlage, will ich es noch einmal wissen! Ich will meine Puppen „nach draußen“ bringen (aber nicht in eine Fußgängerzone – oh no!)! Ich will Puppengespräche! Und, ganz klar: Ich möchte den neuen Besitzern meiner Puppenkinder natürlich auch die Chance geben, meine Puppen  endlich kennen zu lernen, lieben zu lernen und schließlich nach Hause zu tragen… Und so entwerfe und nähe ich in diesen Tagen Puppen aller möglichen Größen und Beschaffenheiten. 

Kleine Puppen für ganz kleine Kinder (falls Ihr selbst kreativ werden möchtet: gute Inspirationen für Puppen für die Allerkleinsten findet Ihr zum Beispiel hier).

Mittelgroße Puppen.

 Spieluhr-Puppen. Tuchpuppen.

Schmusepuppen. 

Puppen mit beweglichen Ellbogen und Kniebeugen: Ich tobe mich richtig aus!

Und ich frage mich – und Euch – : was wünscht Ihr Euch noch an dem Stand einer Puppenmacherin? DIY-Sets für das Puppennähen daheim? Puppenkleidung? 

Falls Ihr Anregungen, Wünsche, Vorschläge und Ideen habt, dann schreibt mir eine Mail – ich freue mich über jeden Tipp: info“AT“puppa-info.com

Und: haltet mir die Daumen!

Und zuletzt: kommt doch einfach vorbei: am 12. März in Potsdam und am 23. April in Berlin – ich freue mich auf Euch!

Weitere kreative Werkeleien findet Ihr auch hier:

Creadienstag, Dienstagsdinge, Handmade on Tuesday

12 von 12 im Januar

Heute ist der 12. Januar und heute machen Puppa und ich wieder mit bei dem schönen monatlichen Fotoprojekt „12 von 12“, organisiert von Frau Kännchen.

Ich bringe alle meine Kinder in den Kindergarten bzw. zur Schule – mehr Januar als hier und heute geht fast nicht…

Zuhause mache ich es mir warm und gemütlich und beginne meinen Arbeitstag. Nicht, ohne vorher noch Tee zu kochen:

…und meinen neuen Teebecher ranzuholen, den ich diese Woche von einer lieben Freundin geschenkt bekommen habe. Er gefällt mir so gut, weil er so schön griffig und massiv ist.

Freundlicher Weise leistet uns heute auch dieser Knirps Gesellschaft: meine Nichte hat ihn am Wochenende spontan aus einem Kappla-Stein herausgesägt und dann mit Farbe zum Leben erweckt. Was manche nicht so alles in einem simplen Holzklötzchen sehen…

Puppa hat irgendwo in meinem Arbeitszimmer noch diese alten Schühchen gefunden. Muss lange her sein, dass ich die gehäkelt habe: heute würde ich solch‘ ein grobes Garn nicht mehr verwenden – als begeisterte Spielzeugherstellerin verwende ich heute aus Überzeugung nur noch feinere Garne und nur noch solche aus kontrolliert biologischer Haltung.

Wie fast jeden Morgen, beginne ich meinen Arbeitstag mit einer Stunde Büroarbeit: Überweisungen, Korrespondenz etc. Heute muss ich einen Termin beantragen für einen neuen Personalausweis. Weil ich nicht quer durch Berlin fahren mag, sondern hier in mein Bürgeramt in Prenzlauer Berg gehen möchte, muss ich Geduld mitbringen: Ich bekomme einen Termin für den 28. Februar, 13:48 Uhr, sind ja nur noch schlappe sieben Wochen.

So, jetzt sind aber endlich diese kleinen Lieblinge hier dran: Es gilt, Gesichtchen aufzusticken

Das dauert bis zum Mittagessen:

Pling, eine Nachricht mit Foto erreicht mich, geschickt von meinem Lieblingsvetter: dieses Foto hat er gerade beim Herumkramen gefunden. Das bin ich, vermutlich 1976. Jetzt treibt mich die Frage um: Wo ist bloß diese fantastische Jacke geblieben…?

Nachmittags, meine Kinder habe ich wieder eingesammelt, klingelt es: Juhuu, cool! Der DPD-Mann bringt endlich meine Flyer! Aber, häää – was ist das – och nö, eine Falschlieferung. Mist, jetzt dauert es wieder ein paar Tage, bis endlich MEINE Flyer geliefert werden.

Wie gut, dass ich meine Plakatchen hier selbst ausdrucken kann, da kann so etwas nicht passieren.

Zum Abendessen machen wir uns Buchteln. Jedes Hefegebäck ist, schon seit Kindertagen, meine Leidenschaft (was rede ich – nicht nur jedes Hefegebäck, JEDES Gebäck… ) Erst müssen sie gehen:

Puppa ist schon ganz müde, aber wir anderen hantieren hier noch vergnügt mit Buchteln und Vanillesauce, mh…

Jetzt ist es auch schon gleich Zeit fürs Bett – zumindest für die Kinder, gute Nacht!

 

 

 

 

 

 

**Für 2017: Neue Termine für Puppenkurse! **

Die neuen Termine für 2017 sind nun online! Bitte hier klicken und zu den Terminen runterscrollen. 

Mein erstes Jahr mit PUPPA BERLIN geht nun zu Ende und ich bin voller Tatendrang und Begeisterung für das kommende Jahr, denn: Die Kurse mit Euch waren so schön, so lehrreich, so spannend, so inspirierend und bereichernd für mich – dafür möchte ich mich von ganzem Herzen bei Euch bedanken, liebe Teilnehmerinnen!

Für 2017 habe ich ein paar Kreativ-Neuerungen für meine Kurse vorgenommen: Du kannst nun die Form Deiner Puppe (Babypuppe? oder ein Puppenkind mit geraden Gliedmaßen?) und auch die Puppengröße (35 cm oder 45 cm) wählen. Aber eines bleibt gewiss beim Alten: Ich freue mich schon jetzt auf unsere gemeinsamen Puppentage!

Eines steht allerdings für 2017 auch schon fest: das kontinuierliche Bloggen muss ich noch üben, auweia…. Es liegt wohl daran, dass mein reales Leben als Puppenmacherin einerseits und als vierfache Mutter andererseits hier in dieser großen, wilden Stadt doch recht, nun sagen wir, vereinnahmend ist. Da muss im Zweifel die Bloggerei zurückstecken. Aber, ich werde mich bessern – keine wochenlangen Blogpausen mehr in 2017! 

 

Vielleicht brauchst Du ja in 2017 auch mal eine Pause? Eine Pause vom Alltag, eine kreative Pause? Dann schaue schnell bei meinen Workshop-Terminen 2017 vorbei und buche Deinen Wunschtermin…!